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Save Me Mannheim

Was ist Save Me?

Save Me Mannheim ist Teil einer bundesweit aktiven, von Pro Asyl unterstützten Flüchtlingsinitiative. In zahlreichen Städten haben sich Save Me-Gruppen gebildet, die lokal und unabhängig voneinander arbeiten. Die Mannheimer Gruppe bildete sich im Frühjahr 2010, vernetzte sich mit bestehenden Mannheimer Flüchtlingsinitiativen und besteht im Kern zurzeit aus 10-15 Aktiven und über 100 Unterstützerinnen und Unterstützern. Die große Mannheimer Kundgebung „Mannheim sagt Ja!“ am 17. Januar 2015 hat das Interesse an unserer Arbeit weiter vergrößert.

 

Unsere Arbeit in Mannheim

Wir arbeiten auf verschiedenen Ebenen:

Politische Arbeit. Uns ist bewusst, dass Direkthilfe notwendig ist, aber die Probleme und Missstände nicht bei den Wurzeln packt. Deshalb gehört die politische Arbeit zu unseren Kernaufgaben. So sprechen wir regelmäßig mit Stadträten, Politikern und Mitgliedern der Verwaltung über die Unterbringung der Flüchtlinge, die (zum Teil mangelnde) Sozialbetreuung, fehlende Transparenz bei der Vergabe von Mitteln zur Teilnahme an Sprachkursen oder die zum Teil unwürdige Behandlung von Flüchtlingen auf einigen Ämtern.

Nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ konnten wir schon einige Erfolge verzeichnen:

  • Einstimmiger Beschluss des Hauptausschuss des Mannheimer Gemeinderats am 4.Oktober 2011zur Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen des UNHCR-Resettlement-Programms. Daraufhin schrieb der Mannheimer Oberbürgermeister einen Brief an die Bundeskanzlerin, um sie über den Mannheimer Gemeinderatsbeschluss zu informieren und  entsprechende Konsequenzen von der Bundesregierung zu fordern.
  • Die Kündigung der Sammelunterkunft Industriestraße und die dezentrale Unterbringung fast aller Familien seit Anfang 2014 in verschiedenen Wohnungen im Mannheimer Stadtgebiet. Circa 200 alleinstehende Männer, wenige Frauen und wenige sehr große Familien leben (überwiegend in WGs) in den großen Wohnungen einer ehemaligen amerikanischen Kaserne. Die Situation ist zwar nicht optimal, weil die Menschen auch hier isoliert von der übrigen Bevölkerung leben, aber weitaus besser als zuvor in der Sammelunterkunft.
  • Die Etablierung eines Runden Tischs. Ungefähr alle drei Monate lädt der Leiter des Fachbereichs Arbeit und Soziales Mannheim Save Me-Mitglieder und VertreterInnen anderer Flüchtlingsgruppen, Vertreter der zuständigen städtischen Ämter, eine fachlich befasste Rechtsanwältin,  MitarbeiterInnen der Sozialverbände u.a. ein, um zu informieren, sich Fragen, Kritik etc. anzuhören und Schritte zur Verbesserung der Situation zu diskutieren.

Kulturveranstaltungen. Durch die Organisation von Ausstellungen, Film- und Theateraufführungen, Lesungen mit anschließenden Podiumsdiskussionen kommen wir mit der Bevölkerung und Politikern (die regelmäßige Besucher unserer Veranstaltungen sind!) ins Gespräch und versuchen sie für das weltweite Flüchtlingsdrama zu sensibilisieren. Ebenso stoßen wir „Begegnungsfeste“ für Flüchtlinge und Anwohner an.

 

Zielgruppen

Unsere Zielgruppen sind sowohl die in unserer Stadt lebenden Flüchtlinge als auch die für sie Verantwortlichen – Politiker und Verwaltung – sowie die Mannheimer Bevölkerung.

 

Ziel

Unser Ziel ist es, dass Flüchtlinge menschenwürdig behandelt, als gleichberechtigte Menschen wertgeschätzt und möglichst schnell in die Stadtgesellschaft integriert werden. Dazu gehören u.a. angemessener Wohnraum, der die Intimsphäre wahrt (d.h. dezentral), Sprachförderung, Ausbildungsplätze und ein schnellerer und hürdenloserer Zugang zum Arbeitsmarkt als bisher.

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